Kranzniederlegung am Denkmal der Opfer der Innerdeutschen Grenze am 13. August
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Zum Gedenktag des Mauerbaus treffen sich alljährlich Mitglieder des CDU-Stadtverbandes Rudolstadt am Denkmal für die Opfer der Innerdeutschen Grenze, um einen Kranz niederzulegen und der Opfer zu erinnern. Leider ist das öffentliche Interesse an der Bedeutung des 13. August als Gedenktag gering. Umso erfreulicher ist es, dass in diesem Jahr ein besonderer Gast begrüßt werden konnte. Alexander W. Bauersfeld erläuterte in bewegenden Worten die Bedeutung des 13. August. Er selbst hat erlebt, wie SED und Stasi gegen unliebsame Menschen vorgingen, erlebte Verhöre und Inhaftierung in Einzelhaft, nur weil er in der Friedensbewegung aktiv war und Kontakte zu Regimegegnern sowie Westdeutschen unterhielt. Vorsorglich wurde er inhaftiert, ein wirkliches Verbrechen hatte er nicht begangen. 1984 wurde er schließlich von der BRD freigekauft.

Nach wie vor ist es dem CDU Stadtverband Rudolstadt wichtig, die Tradition der Kranzniederlegung nicht abbrechen zu lassen und die Erinnerung lebendig zu halten. Dies sollte bereits in der Schule beginnen. Doch noch immer nimmt die jüngste Geschichte in unseren Schulen nicht den ihr gebührenden Stellenwert ein. Das Bewusstsein für die Verbrechen des SED-Unrechtsregimes gilt es stärker in den Fokus zu rücken und zu einem wichtigen Teil des Geschichtsunterrichtes zu machen.